Print oder nicht Print...

...das ist hier die Frage.

 

Neulich unterhielt ich mich mit einer Freundin, sie arbeitet in einer großen Beratungsfirma. Sie erzählte mir, dass sie alle Printmedien "abgeschafft" haben und sämtliche Informationen nur noch online zur Verfügung stehen.

 

Der Vorteil: 

Das spart Kosten und Platz. Viel Platz. Denn die Masse an Printmedien nahmen wirklich überhand. Doch ist dies der Königsweg für alle Unternehmen?

 

Die Mischung machts!

Was für dieses Unternehmen gilt, ist sicher nicht allgemeingültig. Ich bin eher der Auffassung, dass ein gemischtes Werbeportfolio sinnvoll ist. 

 

Schnelle Informationen können z. B. über Printmedien weitergegeben werden, während technische Details oft besser auf der Site platziert sind. Besonders bei erklärungsbedürftigen Produkten oder im Business-to-Business-Alltag. 

 

Der Kontakt mit einem Unternehmen sollte mit möglichst vielen Sinnen aufgenommen werden. Print bietet hier den Vorteil, dass man es anfassen, fühlen, ansehen und sogar riechen kann. Vor allem kann man sofort hineinschauen, sobald man es in den Händen hält.

 

Das Werbemittel, auf dem die Infos gedruckt sind, hinterlassen einen Eindruck im Gedächtnis. Diese Eindrücke gehen jedoch verloren, wenn das Medium lediglich digital gereicht wird.

 

Das klingt vielleicht etwas abstrakt, aber ein schönes Werbemediums, ein tolles Papier, vielleicht sogar mit leichtem Duft oder einer außergewöhnlichen Veredelung hinterlässt Eindruck.


Print für alle Fälle?

Natürlich übertreiben es manchmal Unternehmen, indem sie Folder, Broschüren, Infozettel und dergleichen in einem bunten Sammelsurium ihren Interessenten offerieren. Da mischt sich auch schon einmal ein in die Jahre gekommenes Layout, vielleicht noch mit einem alten Logo und langen Texten, mit neuen Werbemedien, die eben schnell entwickelt wurden. Äußerlich ist dann auch kaum zu erkennen, dass die Werbemedien von ein und denselben Unternehmen stammen.

 

Stellen Sie sämtliche Werbemedien auf den Prüfstand. Was sind stark nachgefragte Informationen, welches sind die wichtigsten Formulierungen, braucht es viel Text oder einen größeren Bild- oder Grafikanteil, der die geschriebenen Worte optimal darstellt?


Und natürlich die generell Frage: Was hat sich im Unternehmen verändert, wie möchten Sie sich heute präsentieren und wo liegen Ihre Kommunikationsschwerpunkte? Konzentration auf das Wesentliche sind hier die Zauberworte. 


Das Orchester der Kommunikation

Zusammenfassend kann ich sagen: "Es kommt immer darauf an". Diese wohl wichtigste und humorvoll gemeinte Aussage der Betriebswirtschaftslehre ist durchaus ernst zu nehmen. Denn jedes Unternehmen, jeder Inhaber, jedes Produkt oder Dienstleistung sind anders und sprechen unterschiedliche Werte beim Kunden an. Hier muss jeder seine Richtung finden. Ob diese rein digital sein kann oder besser eine Mischung mit Printmedien ist, bleibt herauszufinden. 

 

Meine Erfahrung sagt: Halten Sie für viele Anlässe unterschiedliche Werbeformen parat.

Im Gespräch verleiht ein schöner Informationsfolder Ihrem Gesagten auf direktem Weg Nachdruck. Ob jedoch der ausgesprochene Hinweis, die Website zu besuchen wirklich befolgt wird, wage ich zu bezweifeln. Andererseits ist eine Verlinkung auf eine Website in einem E-Mail-Text sinnvoller platziert, als die ganze Broschüre als PDF beizufügen und somit hohe Ladezeiten zu riskieren. Zumal das gezeigte Format ungünstig für den Leser ist (Falzmarken etc.).

 

Finden Sie Ihren Weg, ich helfe Ihnen gerne.


Die Marketingberaterin

Susanne Burzel

 

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